Susanne Kraißer

"Körperlandschaften" - große und kleine Skulpturen

31. Oktober bis 28. November 2010

     
     

 

Susanne Kraißer
 
„Körperlandschaften“
 

Wallhöfen. Susanne Kraißer wohnt und arbeitet jetzt zwar in Bad Belzig zwischen Magdeburg und Potsdam, ist in der Region aber keine Unbekannte. Im August war die einstige Meisterschülerin von Prof. Bernd Altenstein (Bremen) zum Beispiel auf Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck an einem großen Bildhauerseminar beteiligt. Zudem präsentierte sie ihre Arbeiten in verschiedenen Ausstellungen in Norddeutschland.  Die gelernte Holzbildhauerin, 1977 in Rosenheim geboren, arbeitet an zwei Themenschwerpunkten – dem Frauen- und dem Tierkörper, sowohl als Miniatur als auch in einer monumentalen Größe. Die Materialien sind Holz (große Arbeiten), Beton oder Bronze. Die Miniaturen ebenso wie Arbeiten in mittlerer Größe formt Susanne Kraißer mit den Händen aus Wachs. Die Miniaturen werden in Bronze, größere Arbeiten in Aluminium oder Beton gegossen, die großen Holzskulpturen entstehen mit der Kettensäge. Zwischen der tendenziell harmonischen äußeren Form ihrer Skulpturen und deren groben fragmentarischen Oberfläche besteht eine harte Dissonanz. Arbeitsspuren und Hiebe bleiben wie Narben einer Wunde zurück und verhindern, dass der Betrachter der Figur zu nahe kommt. Nur mit räumlicher Distanz ist die Figur als solche zu erkennen, verringert sich dieser Abstand, löst sich die Figur auf und zurück bleibt reine Struktur. Dies verstärkt den Ausdruck von Fragilität und Verletzlichkeit, der den Figuren innewohnt. Inhaltlicher Schwerpunkt von Susanne Kraißers Arbeiten ist das Aufzeigen und Vereinen von Polaritäten wie Labilität und Stärke, Fragilität und Masse, Aktivität und Passivität sowie Abhängigkeit und Autarkie.