Ulrik Happy Dannenberg

"Sweet and Straight"

2. September bis 30. September 2012


 
 
Eröffnung von "Sweet and Straight" am Sonntag, 2. September 2012

 

Es ist der Stein, der die Künstlerin Barbara Deutschmann fasziniert. Was verbirgt sich hinter seiner Oberfläche? Diese Frage beschäftigte Deutschmann schon seit dem Abschluss ihrer Diplomarbeit in den 90er-Jahren. Mit Meißel und Flex dringt sie ins Innere des Steins vor, entkernt ihn teilweise und haucht ihm dann neues Leben ein, indem sie ihn mit Paraffin füllt. Die Skulptur erhält ihre ursprüngliche Form wieder, aber der Blick ins Innere des Steins bleibt erhalten. Die Transparenz des Wachses verleiht dem Stein zusätzlich eine Leichtigkeit, die durch die klare geometrische Form ihrer Skulpturen noch unterstrichen wird. Barbara Deutschmann machte von 1982 bis 1985 eine Ausbildung und Assistenz in Bühnenplastik am Nationaltheater Mannheim und studierte 1985 bis 1992 an der Hochschule für Künste in Bremen.

Süßigkeiten aller Art bilden die Motive der Bilder von Ulrik Happy Dannenberg. Der zweite Vorname, den sich der Künstler selbst gab, ist Programm. In seiner Bilderwelt geht es darum den Betrachter anzulocken, ihm Appetit auf das zu machen, was er da sieht, wie es die Blüten mit den Bienen versuchen – hierfür stehe er mit seinem Namen. Nur mit dem Unterschied, dass der Betrachter nicht an das Dargestellte herankommen kann, denn es ist abstrakt, es ist gemalt, es ist ein Bild in Gießharz eingeschlossen und konserviert. „Schöne Bildoberflächen sorgen für oberflächliche Glücksgefühle und lenken ab von echten Bedürfnissen!“ so sagt es der Künstler am liebsten selbst. Ulrik Happy Dannenberg macht sich die Marketing-Strategien der Konsumgesellschaft zu nutze. Er präsentiert seine Kunst wie eine Marke mit Logo und Werbebotschaft, als sei sie selbst eine leicht zu konsumierende Ware und übt so mit Witz und Ironie subtil Kritik an unsere künstliche Warenwelt und unser Konsumverhalten. Ulrik Happy Dannenberg machte von 1991 bis 1995 eine Ausbildung zum Holzbildhauer in München. Von 1995 bis 2000 studierte er Skulptur und Raumkonzepte an der Hochschule für bildende Kunst in Dresden, 2000 bis 2002 war er Meisterschüler bei Prof E. Bosslet, HfBK Dresden. Zudem machte er den Master of Arts/Art in Context an der Universität der Künste in Berlin.

 


Impressionen von der Eröffnung